Es Mallorca Inselquerung mit Puij de Major und Caimariabfahrt

Start der Tour:
Ziel der Tour:
optionaler Einstieg:
Streckenlänge in Km:
Höhenmeter:
Straßenbelag Info:
Befahrungsdatum:
ES Can Picafort Huerzeler Radstation
ES Can Picafort Huerzeler Radstation
entfällt
166
2.018
100 % Asphalt
31. März 2017

Ein flotter Start zum Puij de Major

Auf der Hauptstraße, direkt vor unserem Hotel ziehen Sportgruppen mit bis zu 50 Fahrern im 30er Schnitt vorbei. OK, an diesem Tag war ich unter Zeitdruck, also aufgeschlossen.

Im Windschatten ging es flott dahin, wenn es mir zu schnell wurde, habe ich mich in einer der gerade überholten Partien zurückfallen lassen. So ging es am Vogelpark und Sa Pobla vorbei und ab der Abzweigung in den Cami  de Talapi fuhr ich alleine. Eng, gewunden und ab und zu ein kleiner weißer Lieferwagen eines Einheimischen forderten ein gewissen Maß an Aufmerksamkeit.

Ich folgte dem Cami über eine Stunde und er ging übergangslos in den Cami de Muro über. Nach etwa zwei Stunden erreichte ich Santa Maria del Cami. Die Cafes waren so zeitig am Morgen nur von wenigen Besuchern besetzt, also vergönnte ich mir einen Cafe Americano und ein Pep Lemon, für den Zuckerspiegel.

Ich bog rechts ab, es ging über die Bahn und an dem Restaurant mit der Molare vorbei, durch Baix de Puig langgezogen über einige Kreisverkehre und dann rechts ab nach Esgleleta. Ab hier stieg es merklicher an und ich wurde permanent von mittleren und kleineren Radfahrergruppen überholt.

Ab Esporles stieg die Straße dann noch mal 250 Höhenmeter an und ich erreichte dann die Strecke der Küstenklassic. Der Ausblick auf die Steilküste, das Meer, die tiefer liegenden Fincas und Orangenhaine war wie immer beeindruckend. Ich lies Valdemossa rechts liegen, keine Zeit für sightseeing, ich muss zum Puij de Major. Also runter nach Dea, der berühmten Künstlerstadt. Die malerische Ortsdurchfahrt, wird von dutzenden „Rennfahrern“ gestört, welche mich überholen. Also folgen, bergauf, bergab bis zur finalen Kuppe vor Soller.

Vor der Abfahrt kurz verschnaufen, die Aussicht genießen und dann 12 Kilometer Abfahrt nach Soller.

Nach jeder Abfahrt folgt, richtig, der nächste Anstieg.

Puij de Major,

15 Kilometer langer Anstieg mit 840 Höhenmeter, na toll, jetzt gab es nur ein Kopf runter, raufschalten und den Ipod lauter drehen. Nach der Hälfte sieht man ganz weit oben und unglaublich weit weg einen Schuttkegel.  Gut wenn man nicht weiß, das dies der Aushub des Tunnels ist, zu dem wir fahren, ich wusste es. Verdammt noch 8 Kilometer !!!

Auf einmal piepste mein Garmin: STRAVA teilte mir mit Michal Kwiatkowski hat das Segment Puij de Major beendet.

Gut das mir der Radcomputer mitteilte, dass der Weltmeister von 2014 doppelt so schnell ist wie ich. Danke. Noch dazu näherte sich von hinten ein Radrennfahrer und überholte mich recht sportlich. Als ich sah, das er in Sandalen !!!! fuhr packte mich der Ehrgeiz und wir zogen beide bei ansprechendem Tempo den Berg hoch. Wir überholten einige der Fahrer, welche mich die letzten Stunden abgehängt hatten und trafen uns wie so üblich auf dem Miniparkplatz vor der Tunneleinfahrt den Puij de Major.

Durch den Tunnel des Puij de Major fuhren wir aus Sicherheitsgründen gemeinsam, ich hatte als Einziger Licht mit ….

Vorbei an den zwei Stauseen

ging es die nächsten etwa 14 Kilometer mit kleinen Gegenanstiegen zur Abzweigung nach Caimari. Die Abfahrt von der Tankstelle nach Caimari sucht ihresgleichen. Perfekte Kurven, weniger Verkehr am Abend, unbeschreibliche Aussicht und nicht zu steil. Ein paar PKW überholen ist dort immer möglich, ein eher sinnloser Nervenkitzel, aber die Glückshormone.

Aufgepasst, das ich die richtige Ausfahrt zum perfekten Cami nicht versäume. Vor Selva, Moscari und Campanet warten noch mehrer wirklich schmerzhafte Kuppen, über die ich irgendwie drüberzog. In der Ortschaft Buger geht es kurz noch richtig steil zum Hauptplatz, dort gab es einen Belohnungskaffee. Weiter nach Sa Pobla, darum herum und auf die 6 Kilometer lange Gerade zum Kohlekraftwerk. Ein paar mal umgedreht und schon hatte ich eine große Gruppe, welche mit jenseits 40 Km/h scheinbar den Tagessieg ausmachen wollte.

Sehr unvernünftig, sich mich solchen Typen zu messen. Also stieg ich mit ein, und als drei Burschen dem Packl davonfuhren, war ich auf einmal dabei 43,44, 45 – am Kreisverkehr bedankte ich mich mit einem Nicken und lies abreißen. Bis zum Hotel rollte ich dann nur mehr aus.

Fazit

Sportliche Aspekte:

Ende März 2.000 Höhenmeter, kann schon eine ordentliche Herausforderung sein. Ich VERSUCHE sie, in der GA 1 bis GA2 zu fahren.

Kulturelle Aspekte:

Valdemossa, Dea, Soller, Port de Soller und Lluc sind beeindruckend schöne Ausflugsziele. Man muss sich an einem Ruhetag einen Leihwagen nehmen um die notwendige Zeit zu haben.

Kulinarik und Quartier:

Wenn man die Küstenstraße fährt, unbedingt auf Verpflegung und Wasser achten. Aus Soller nur mit ausreichend Flüssigkeit wegfahren. Bis zum Kiosk oder der Tankstelle Lluc gibt es NICHTS.

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By | 2018-11-05T11:23:29+00:00 Januar 21st, 2019|Categories: News, Radtouren|Tags: , , |0 Comments

About the Author:

Mein Name ist Gerhard Hayek und ich fahre mit Crosser oder Reiserad Tagestouren in Niederösterreich. Meine Radurlaube verbringe ich auf Mallorca und in Italien. Bei der Routenplanung sind mir die Landschaft, deren Geschichte und eine verkehrsberuhigte Streckenführung besonders wichtig. Dies würde ich gerne mit Interessierten teilen. Die angegebenen Höhenmeter passen niemals genau, das ist etwas wetterabhängig.

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