Mit dem Rennrad am Inntalradweg

Start der Tour: Zams
Ziel der Tour:   Zams
optionaler Einstieg: entfällt
Streckenlänge in Km: 97
Höhenmeter:  1.130
Straßenbelag Info: 95 % Asphaltiert und 5 % Schotter
Befahrungsdatum: 18. Juni 2018

Geplant war eine Runde

mit ordentlich Höhenmetern nach Prutz und weiter durch Pitztal. Aber als es gleich vier Kilometer nach dem Start in Zams den Hügel, immer so zwischen 10 – 14 % hochging, änderte ich meinen Plan.  Ich musste mir noch etwas Kraft für die nächsten Tage aufheben. Also spazierfahren, den Inntalradweg rauf, soweit ich ohne Pass komme und mir die Via Claudia ansehen.

Da vor dem Innkraftwerk ein paar hundert Meter geschottert sind, blieb ich mit dem Renner auf der Bundesstraße und kletterte dann nach dem Kraftwerk mit den Rennradschuhe den Hang hinunter – keine gute Idee – am Rückweg fuhr ich durch den Schotter – das hält der Renner schon mal aus.

Weiter ging es und ich querte die

berühmte Potzlaner Brücke

und verweilte kurz beim Denkmal Tiroler Adler, eine eindrucksvolle Skulptur, zur Erinnerung an den Tiroler Freiheitskampf. In Prutz blieb ich kurz vis a vis vom Campingplatz stehen und füllte meine Trinkflaschen bei einem öffentlichen Mineralwasserbrunnen – Säuerling mit natürlicher Kohlensäure – eine Quelle aus der der Römerzeit.

Der Radweg heißt ja auch Via Claudia, ich befand mich also auf historischem Boden. Mehrmals wechselt der Inntalradweg über kleine Brücken den Fluss, manchmal ging es so 30 Höhenmeter bergan und wieder runter und eröffnete neue Perspektiven auf die Landschaft.

Über die Ortschaften Schönegg und Stein

ging es nach Pfunds, wo ich eine längere Photopause machen musste, es gab einfach zu viele Motive, da konnte ich nicht widerstehen. Am Radweg vorbei am Claudia See wurde der Radweg immer schlechter, schottrig und steiler, so daß ich auf die Engadiner Bundesstraße wechselte. Plötzlich vor mir ein offener Grenzbalken – Ende Republik Österreich. Ich bin am Radweg vor einigen Kilometern an der österreichischen Grenzstation einfach vorbeigefahren. Am Gipfel des Berges auch kein Hinweis auf die Schweiz, also durch das einge Tal bis runter zur Schweizer Grenzstation und ein freundliches Gruezi – dann drehte ich um.

Eigentlich fahre ich Einwegstrecken nicht so gerne, aber ich war erstaunt, das der Inntalradweg mir am Rückweg wieder ganz neue Perspektiven eröffnete, die mir am Hinweg verborgen geblieben waren.

Der Radlerverkehr am Inntalradweg war sehr überschaubar,

gar kein Problem, ein großer Teil waren mit eBikes und daher in etwa in meinem Tempo unterwegs. Es ist selbstverständlich, innerhalb der Ortschaften und bei den unübersichtlichen Stellen sein Tempo anzupassen.

Und so ging es am nahezu selben Weg zurück nach Zams, wo schon Kaffee und Kuchen auf mich warteten.

Fazit

Sportliche Aspekte:

Ein nette Tour, nur in der Startphase ein steiler Berg, der Rest ist hügelig, aber kein Problem. Ein Tag zum Rollen.

Kulturelle Aspekte:

Tolle Lokale, zünftiges Essen in jeder Preislage. Mein Quartier war – für mich zu mindestens nicht mehr zu toppen – Tiroler Gastfreundschaft.

Kulinarik und Quartier:

Wunderschöne, gepflegte Orte, welche zum Verweilen einladen. Kulturdenkmäler, liebevoll restaurierte Brunnen und eine malerische Landschaft.

Links:

Mein Quartier: http://www.jaegerhof-zams.at/home.html
Mein Reiseveranstalter: http://www.roadbike-holidays.com/de
TirolWest Tourenportal: https://tirolwest.at/de/radfahren
Radshop vor Ort: http://www.petobike.com/

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By | 2018-11-22T12:17:23+00:00 Februar 18th, 2019|Categories: News, Radtouren|Tags: , , , |0 Comments

About the Author:

Mein Name ist Gerhard Hayek und ich fahre mit Crosser oder Reiserad Tagestouren in Niederösterreich. Meine Radurlaube verbringe ich auf Mallorca und in Italien. Bei der Routenplanung sind mir die Landschaft, deren Geschichte und eine verkehrsberuhigte Streckenführung besonders wichtig. Dies würde ich gerne mit Interessierten teilen. Die angegebenen Höhenmeter passen niemals genau, das ist etwas wetterabhängig.

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